Wände im Wandel der Zeit
Wenn man es genau nimmt, dann war Wandgestaltung schon bei unserem Vorfahren, die noch Höhlen bewohnten, ein Thema. Die ersten Wandbemalungen waren also Höhlenmalereien. Erste Tapeten kennen wir aus dem 14. Jahrhundert, zu einer Zeit, wo die Papierherstellung noch zu den handwerklichen Künsten zählte. Damals nutzte man schon den Modeldruck zur Tapetenherstellung. Man kann sich vorstellen, dass solche Tapeten nur dem Adel vorbehalten blieben.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte man die Tapetentechnik weiter und ab da gab es auch raumhohe Tapetenbahnen aus geschöpftem Papier, die entweder bedruckt oder handbemalt wurden. Tapeten aus Endlospapier gibt es seit ca. 1830 und damit begann auch die industrielle Herstellung von Tapeten.
Im Laufe der Zeit änderte sich Material und Motive der Tapeten. Neben Papiertapeten gab es im 16. Jahrhundert auch aufwendig Wandbespannungen aus Brokat und Leder. Heute finden wir eine Vielzahl von Tapeten auf dem Markt. Von der streichbaren Rauhfaser, über antiallergische Textil-Tapeten bis hin zu modernen Wandtattoos.
Viele Informationen über Tapeten lassen sich auf der Webseite des Deutschen Tapeten Institut nachlesen (DTI). Dort findet man auch ein Tool zum Berechnen des Tapetenverbrauches.
Bei einem Tapetenwechsel sollten die Tapeten vor allem auf den Einrichtungsstil abgestimmt werden. Auch ist der Wandbehang wie Bilder, Kunstgegenstände und andere Accessoires ausschlaggebend, denn bei der Wandgestaltung mit Bildern ist eine dezentere Tapete den Vorzug zu geben.
Autor: Manuela Jung